Aktuelles

14.05.2019, 16:09 Uhr
Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf und St. Mauritz: Heimatpflege und Heimatförderung vor Ort
mit Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW
Ein Heimatministerium in NRW?! Braucht man das wirklich und wozu eigentlich? Fragen die sich bis heute im Hinblick auf die Schaffung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW durch das Kabinett Laschet im Juni 2017 hartnäckig halten. Die zuständige Ministerin, Ina Scharrenbach, die am 13. Mai einer Einladung der Münsteraner CDU-Ortsunionen Wolbeck, Angelmodde, Gremmendorf und St. Mauritz gefolgt ist und insbesondere das Förderprogramm ihres Ministeriums „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ vorgestellt hat, beantwortete diese Frage mit einem klaren „ja“.
Heimat sei Lebensqualität und schaffe Verbundenheit insbesondere in Zeiten, wo uns Vieles zu trennen scheine. Mehr als 80 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Vereinen, Institutionen, Projekten und der Bürgerschaft erlebten eine bestens informierte Ministerin, der man sehr gut folgen konnte und die es hervorragend verstand, die Fördermöglichkeiten ihres Ministeriums sehr praxisnah, aber auch kurzweilig zu vermitteln und dafür zu werben, diese zur Optimierung und Weiterentwicklung von Stadtteilen zu nutzen. Besonders wichtig sei ihr bei der Konzeptionierung des Förderprogramms gewesen, möglichst wenig bürokratischen Aufwand zu produzieren und der Kreativität und Individualität der Antragstellenden möglichst viel Raum zu geben, so dass auch ungewöhnliche Antragskonzepte eine Realisierungschance hätten. Deshalb gebe es auch keine Vorgaben, was genau beantragt werden könne. Natürlich sei ihr bewusst, dass insbesondere rechte Populisten das Heimatthema gerne für ihre Interessen zu instrumentalisieren versuchten. Aber sie sei auch sehr sicher, dass die Menschen in NRW sich die Gestaltungshoheit über ihre Heimat und die Identifikation mit derselben nicht wegnehmen ließen. Hinsichtlich der Frage wie man dem Wegbrechen von Traditionsvereinen entgegenwirken könne, verwies sie darauf, dass alles seine Zeit habe, und neue Generationen eigene Wege und Formate des Miteinanders fänden, die es zu akzeptieren und anzunehmen gelte. Eine sehr kluge Ministerin, die es hervorragend und auf eine äußerst angenehme Art verstand, ihr Auditorium mitzunehmen und den Blick auf das Thema Heimat noch einmal ganz anders zu schärfen.

Nehmen Sie Kontakt auf