„Freiheit heißt immer auch Verantwortung“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Besuch der CDU Münster

01.09.2020
Jens Spahn konnte nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen von der CDU Münster empfangen werden
Jens Spahn konnte nur unter hohen Sicherheitsvorkehrungen von der CDU Münster empfangen werden

„Wir könnten uns keinen besseren vorstellen, der uns als Gesundheitsminister durch diese schwere Krise führt.“ Der CDU-Vorsitzende Hendrik Grau sparte nicht mit Lob für Jens Spahn, der sich jetzt im Speicher10 mit Oberbürgermeister Markus Lewe und CDU-Mitgliedern zum Dialog traf.

Lewe stellte außerdem mit Blick auf die Ereignisse in Berlin und die Anfeindungen, denen Spahn von Corona-Leugnern ausgesetzt war, klar: „Rechtsextreme vor dem Reichstag – das sind schlimme Bilder, die zeigen, wie wichtig der Einsatz für Freiheit und Demokratie ist. Wir als CDU in Münster kämpfen dafür, dass Rechtsextreme in dieser Stadt keine Rolle spielen.“ Mit Jens Spahn war er sich in Bezug auf die Pandemie einig, dass es wichtig ist, eine funktionierende Gesundheitsinfrastruktur vorzuhalten. „Das gilt gerade auch für die Stadtquartiere, in denen es eine möglichst gute Versorgung für die Menschen vor Ort geben muss.“

 

Jens Spahn betonte, dass Freiheit immer auch mit Verantwortung einher geht. „In dem ich Maske trage, schütze ich andere – so einfach ist das.“ Durch die Masken sei Deutschland nach Menschenermessen in der Lage, einen zweiten Lockdown zu verhindern. Denn es müsse immer klar sein, dass Investitionen in unser Gesundheitssystem erst erwirtschaftet werden müssten. In dem Zusammenhang räumte er mit einem weitverbreiteten Irrglauben auf: „Seit 2004 wurden jedes Jahr bis zu 10 Milliarden Euro mehr in das Gesundheitssystem investiert.“ Gleichwohl gelte es, die Effizienz und Leistungsfähigkeit des Systems weiter zu verbessern. Jens Spahn stellte außerdem klar, dass es in Deutschland keine Impfpflicht geben werde, wenn ein Corona-Impfstoff verfügbar ist. 

 

Der Applaus war am Ende war groß. Denn, wie Peter Bensmann (Bezirksbürgermeister-Kandidat für Südost) in einem persönlichen Wort sagte: „Meine Familie und ich haben uns in der Krise sehr gut aufgehoben gefühlt.“ Er sprach damit den Gästen aus der Seele.