„Auf so einen OB kann die Stadt stolz sein“

Wie Integration gelingt: Serap Güler zu Gast bei der CDU Münster

07.09.2020
Serap Güler und viele CDU-mitgtleider und Gösset tauschten sich darüber aus, wie Integration gut gelingen kann Foto: M.Lemmerhirt
Serap Güler und viele CDU-mitgtleider und Gösset tauschten sich darüber aus, wie Integration gut gelingen kann Foto: M.Lemmerhirt

Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, hat Münster besucht. Die CDU-Politikerin aus Köln hat mit Markus Lewe, Hendrik Grau und 30 weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Café Colibri über die integrationspolitischen Herausforderungen in Münster gesprochen.

Hendrik Grau, Kreisvorsitzender der CDU Münster, stellte zu Beginn der Veranstaltung fest: „Gelungene Integration ist nicht nur die Integration von Menschen in eine Gesellschaft, sondern auch Integration von Akzeptanz. Nur wenn wir in der Lage sind, diese Integration richtig umzusetzen, kann langfristig ein fruchtbares Miteinander gelingen.“

Dem stimmte Oberbürgermeister Markus Lewe vorbehaltlos zu und ergänzte: „Was wir festgestellt haben, ist, dass an Schulen, an denen eine große Diversität herrscht, der Bildungsstandard zu den höchsten der ganzen Stadt zählt.“ Seine Hoffnung für die Zukunft: „Ich träume davon, dass ich eines Tages in Münster nicht mehr über und mit Menschen mit Migrationsgeschichte sprechen muss, sondern, dass wir alle, die hier in Münster leben, uns einfach als Bürgerinnen und Bürger betrachten können.“ Einen ähnlichen Traum teilt auch Serap Güler: „Ich wünsche mir, dass wir in Deutschland eines Tages soweit sind, dass es mein Amt, das Amt der Staatssekretärin für Integration, nicht mehr geben muss, weil Integration bei allen Entscheidungen automatisch mitgedacht wird.“

Bis es soweit sei, würden allerdings noch viele Jahre vergehen, gibt sie zu. Darum werden in den nächsten drei Jahren allein in das kommunale Integrationsmanagement rund 75 Mio. Euro investiert. Zuvor standen nur 63 Mio. Euro für alle Integrationsprojekte insgesamt zur Verfügung.

Güler äußerte sich außerdem zur anstehenden Kommunalwahl: „Ich verstehe nicht, warum die Menschen glauben, dass ausgerechnet die Kommunalwahl, die die Menschen konkret am meisten betrifft, als unwichtig betrachtet wird. Hier müssen wir noch stärker auf die Menschen zugehen und ihnen klarmachen, dass es bei der Kommunalwahl ganz direkt um ihr alltägliches Leben geht.“

Sie sei außerdem besonders stolz darauf, dass die CDU mit Keyvan Dalili einen Bezirksbürgermeisterkandidaten mit Migrationsgeschichte aufgestellt hat. Dalili, mit 15 Jahren aus dem Iran nach Deutschland eingewandert, hat sich in Münster den Ruf eines angesehenen Geschäftsmanns erarbeitet, sich stets für die Gesellschaft engagiert und will jetzt Bezirksbürgermeister für Münster Mitte werden.

Auch abseits dieser Erfolgsgeschichte hat Güler viel Lob für die Stadt Münster im Gepäck: „Ich hatte bei meinen Besuchen in Münster das Gefühl, dass gerade die Stadtspitze dafür sorgt, dass Integration hier ausgezeichnet gelingt. Auf so einen Oberbürgermeister wie Herrn Lewe kann die Stadt stolz sein.

Markus Lewe indes ist überzeugt: „Dass rechtsextremistische und andere fanatische Gruppierungen in Münster keine Chance haben, ist auch unserer Integrationspolitik geschuldet und wir als CDU werden auch weiterhin daran arbeiten, dass das so bleibt.“