Wegebeziehungen in Mecklenbeck neu denken

31.01.2021, 23:17 Uhr | Münster-Mecklenbeck

„Mit der Fertigstellung von Bahnunterführung und Bahnhaltepunkt in Mecklenbeck sind viele Wegebeziehungen in Mecklenbeck ganz neu zu denken. Dies wollen wir jetzt mit einem ganzen Maßnahmenbündel anstoßen, auch wenn die Bauarbeiten noch in vollem Gange sind“, unterstreicht der stellvertretende Bezirksbürgermeister Peter Wolfgarten die Motivation eines CDU-Antrags in der Bezirksvertretung Münster-West, „Und wir fordern ganz bewusst, dabei auch das von der Stadt geplante Wohngebiet „Kittelfeld“ jetzt schon mit in die Überlegungen einzubeziehen.“

„Unsere Leitideen sind die Schaffung von attraktiven Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Stärkung des Bahnhaltepunkts und des ÖPNVs“, macht Vorsitzender der CDU Mecklenbeck, Andreas Malleprée, die Richtung deutlich.

Zentrales Element der Überlegungen ist eine direkte und wettertaugliche Fuß- und Radwegverbindung östlich der aktuellen Bebauung, die das Waldwegviertel an die Bahnunterführung und damit weiter an den Grünzug entlang des Christoph-Bernhard-Grabens in Mecklenbeck-Mitte anschließt. „Es ist uns äußerst wichtig, dass Fußgänger und Radfahrer an der neu entstehenden Kreuzung eine Anforderungsampel wie am Dingbängerweg erhalten und dass der für die Unterführung geplante Tempo-30-Bereich auf diese Kreuzung ausgedehnt wird. Denn nach unseren Vorstellungen wird ein Großteil des Fußgänger- und Radverkehrs aus dem ganzen Waldwegviertel an dieser Stelle die Heroldstraße queren.“, betont Peter Wolfgarten die CDU-Forderung. Der CDU-Antrag fordert die Verwaltung aber auch noch einmal auf, zu prüfen, ob die Querungsmöglichkeit auf Höhe der Straße Am Getterbach ampelgesichert werden kann und ob im Bereich der heute schon bestehenden Verkehrsinsel auf der Heroldstraße zumindest Tempo-30 eingeführt werden kann.

Darüber hinaus erbittet die CDU von der Verwaltung Antworten zur zukünftigen Linienführung der Buslinie 10 und deren Haltestellen, eine äußerst sensible Thematik, weil der Verkehrsversuch zur Linie 10 aufgrund von Corona noch nicht abgeschlossen werden konnte. „Mit weiter steigender Bevölkerungszahl im Waldwegviertel wünschen wir uns perspektivisch dort auch eine bessere ÖPNV-Anbindung, insbesondere an Sonn- und Feiertagen“, so CDU-Ratsherr Wolfgarten. „Wir wollen aber auch den Schülerspezialverkehr, der für die Loevelinglohschule existentiell ist, gesichert sehen“, ergänzt Andreas Malleprée, „Hierzu haben wir auch angeregt, die Haltepunkte möglichst flexibel und nach dem konkreten Bedarf der nutzenden Schülerinnen und Schüler festzulegen.“

Ein dritter Schwerpunkt des CDU-Antrags widmet sich dem neuen Bahnhaltepunkt Mecklenbeck. Neben einer Ausweitung der Fahrradabstellanlagen und einer adäquaten Busanbindung, wünschen die Christdemokraten auch mehr Stellflächen für Park & Ride, Carsharing, Taxis und zukünftige Mobilitätsangebote. „Wir müssen uns hier jetzt Optionen offenhalten, um am Bahnhaltepunkt Mecklenbeck auch in Zukunft eine praktikable Verknüpfung aller Verkehrsträger sicherstellen zu können“, mahnt Peter Wolfgarten.