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20.03.2018, 10:05 Uhr
Sybille Benning: Für mich ist es selbstverständlich, dass Männer genauso viel verdienen wie Frauen.
Erklärung zum zum Equal Pay Day am 18. März
Frauen verdienen in Deutschland weiterhin gut ein Fünftel weniger als Männer. Während Männer im vergangenen Jahr auf einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 21 Euro kamen, waren es bei Frauen nur 16,59 Euro. Die wichtigsten messbaren Gründe für den sogenannten unbereinigten Gender Pay Gap – die Kluft zwischen den Einkommen - sind die unterschiedlichen Branchen und Berufe, in denen Frauen und Männer tätig sind. Auch ungleich verteilte Arbeitsplatzanforderungen an Führung und Qualifikation spielen eine Rolle. Hinzu kommen weitere Faktoren wie zum Beispiel ein niedrigeres Dienstalter und ein geringerer Beschäftigungsumfang.  Das statistische Bundesamt selbst erklärt, dass sich Drei-Viertel des Lohnunterschiedes mit jenen Faktoren erklären lassen. Der ebenfalls vom statistischen Bundesamt ausgewiesene bereinigte Lohnunterschied beläuft sich somit auf etwa sechs Prozent – immer noch Zuviel! 
Ungeachtet der Größe der Lohnlücke stehe ich für das Prinzip: „Gleicher Lohn für Männer und Frauen“. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass Frauen für gleiche Arbeit den gleichen Lohn verdienen sollen wie ihre männlichen Kollegen. Um dies zu unterstreichen haben wir in der letzten Legislaturperiode das Entgelttransparenzgesetz eingeführt, welches ein wichtiger Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit und Gleichberechtigung ist. Mit diesem wichtigen Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit und Gleichberechtigung schaffen wir bessere Rahmenbedingungen für die Beschäftigten. Wir werden die Wirkung dieses Gesetzes überprüfen und gegebenenfalls in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern weitere Schritte unternehmen. Um die Rückkehr in berufliche Vollzeit-Arbeit zu erleichtern, wollen wir zudem künftig in Betrieben ab einer bestimmten Größe auch einen Anspruch auf befristete Teilzeit schaffen. Zudem fördern wir, dass Mädchen stärker als bisher MINT-Fächer – mein Herzensthema – wählen und bewerben männertypische Berufe für Frauen. Denn Berufe, die von Männer ausgeführt werden sind ebenso für Frauen geeignet. Ich z. B. habe eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau gemacht und daran mein ingenieurwissenschaftliches Studium angeschlossen, es hat beides Spaß gemacht!