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27.06.2018, 12:19 Uhr
Frank Rock MdL: „Das höchste Gut ist die Bildung unserer Kinder“
Veranstaltungsrückblick AK Bildung
Etwas mehr als ein Jahr ist es inzwischen her, dass die CDU die Führung der Landesregierung NRW übernahm. Seitdem hat sich vieles getan, nicht zuletzt im Bereich der Schul- und Bildungspolitik. Mit großem Engagement berichtete Frank Rock MdL, schul- und bildungspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, am 21. Juni 2018 im Café Colibri auf Einladung des Arbeitskreises Bildung der CDU Münster über bereits Erreichtes und weitere Ziele. Im Anschluss an ein Interview mit Andree Burke, dem Leiter des Arbeitskreises, stellte er sich Statements und Fragen aus dem Publikum.
Gleich zu Beginn dämpfte er die Erwartungen, denn für einige Herausforderungen in der Bildungspolitik gebe es schlicht keine schnellen und unkomplizierten Lösungen. Eine zentrale Herausforderung sei der akute Lehrermangel, der sich mit Ausnahme einiger Gymnasialfächer durch alle Schulformen ziehe und nicht zuletzt auf die mangelhafte Personalplanung der Vorgängerregierung zurückzuführen sei. In Anbetracht dieses Scherbenhaufens sei beispielsweise die Aufstellung einer aktuellen Personalprognose eine der ersten Maßnahmen der neuen Landesregierung gewesen. Um dem drastischen Lehrermangel an Grundschulen zu begegnen, kündigte Frank Rock konkret die Angleichung der Besoldungsstufe von Grundschullehrerinnen und -lehrern auf A13 an. Dies sei in Anbetracht der Regelstudienzeit von 10 Semestern nur gerecht. Zugleich sei dies nicht die einzige Schraube an der gedreht werden müsse, um den „schwerfälligen Bildungstanker“ erfolgreich zu navigieren. 
Den einzelnen Schulformen müsse die Möglichkeit gegeben werden, ihre Profile wieder zu schärfen; für die Realschulen werde über die Einführung eines Wahlpflichtfaches „Wirtschaft“ nachgedacht. In Bezug auf die Gymnasien stellte Rock fest, dass die Spitze der gymnasialen Bildung in den vergangenen Jahren ein Stück weit verloren gegangen sei und plädierte für eine stärkere wissenschaftspropädeutische Ausrichtung der Schulen. In vielen Bereichen dürfe und müsse der Leistungsgedanke wieder mehr in den Vordergrund rücken.
 
Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgte das Publikum die Ankündigung, dass die Aussetzung der Mindestgrößen-Verordnung, die für viele, häufig gut funktionierende Förderschulen das Aus bedeutete, vorläufig bis 2020 verlängert werden soll. Dies sei nötig, so Rock, um weitere Gespräche mit allen Beteiligten zu führen und sinnvolle Konzepte zu entwickeln. Anwesende Pädagogen, beispielsweise von der konkret betroffenen Uppenbergschule in Münster, wollten sich mit diesem Aufschub nicht zufrieden geben. Es sei fünf vor zwölf, schilderten sie ihre Notlage und gaben Herrn Rock eindringliche Appelle mit auf den Weg. Dieser erklärte, dass er als ehemaliger Direktor einer Grundschule die Problemlage nachvollziehen könne. Er werde einiges mit nach Düsseldorf nehmen und ermunterte die Anwesenden sich weiter zu engagieren: „Wenn Sie nicht mehr laut sind, wird es leise werden.“

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