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01.06.2020, 10:20 Uhr
Landwirte sind selbst gegen Fahrraddiebe auf Zack
Drogenszene, Gewalt, Diebstähle: Münsters Bahnhofsviertel gehört zu den gefährlichen Orten.
Landwirte aus der Region zum Protest in Münster

Nach dem der auf dem SPD-Ticket ins Amt gekommene Polizeipräsident Hajo Kuhlisch jahrelang beide Augen zudrückte, hat die CDU-geführte Landesregierung nun Rainer Furth auf den Posten gesetzt. „Seitdem wird für jeden erkennbar der Druck auf Kriminelle durch Razzien und eine starke Polizei-Präsenz deutlich erhöht, das ist richtig so“, sagt Münsters CDU-Vorsitzender Hendrik Grau.
„Und ansonsten sind wir Landwirte da“, fügt Hugo Hölken, Vorsitzender des Agrarausschusses und Kreisvorstandsmitglied der CDU Münster, hinzu. Schließlich haben zwei junge Landwirte in der Nacht zum vergangenen Samstag einen Fahrraddieb am Bahnhof gestellt. Wenige Stunden später trieben Landwirte aus dem Münsterland noch weitere drei Fahrraddiebe in die Flucht, ohne ihrer habhaft zu werden und wie im Fall zuvor der Polizei übergeben zu können. „Landwirte sind eben auf Zack“, schmunzelt Hölken.
„In gewisser Weise hat die SPD die Entwicklung unter dem früheren Polizeipräsidenten des Bahnhofsviertels zum Kriminalitätshotspot wenigstens indirekt wieder umgekehrt“, so Hendrik Grau ironisch. Denn die mutigen jungen Landwirte waren nur dort, weil sie mit einer Mahnwache vor dem Büro der SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze gegen deren „rücksichtslose Politik gegen die bäuerlichen Familienbetriebe“ Tag und Nacht Mahnwache hielten. Grau wieder ernst: „Die Agrarpolitik der SPD bedroht die Existenz vieler Familienhöfe und damit auch auch die Perspektiven einer nachhaltigen Versorgungskette mit regionalen Nahrungsmitteln.“ 

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