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15.05.2020, 11:08 Uhr
Wendland unterstützt Null-Toleranz-Politik
Die münstersche CDU-Landtagsabgeordnete Simone Wendland unterstützt die Null-Toleranz-Politik von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei Missständen in der Fleischindustrie. „Nicht nur wegen Corona, sondern auch weil es um Menschen und Lebensmittelsicherheit geht: Wir brauchen klare Strukturen und Verantwortlichkeiten und nicht undurchsichtige Konstrukte mit Subunternehmen und Werkverträgen“, sagte Wendland. Es könne nicht sein, dass in Berlin an Gesetzen für eine Kontrolle weltweiter Lieferketten deutscher Unternehmen gearbeitet werde, vor der eigenen Haustür aber Intransparenz herrsche. „Wir brauchen eine Änderung des Bundesmeldegesetzes damit Unternehmen ihre Leiharbeiter auch anmelden müssen“, sagte Wendland. Nur wenn die Kommunen auch wüssten, wo Sammelunterkünfte seien, könnten sie sie nach den Vorgaben des NRW-Wohnungsaufsichtsgesetzes auch kontrollieren.
Sie hoffe sehr, dass die Diskussion über die Verhältnisse in der Fleischindustrie eine höhere Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte aus der Region zum Ergebnis habe. Die aktuelle Diskussion habe für das Münsterland mehrere Aspekte: Westfleisch mit Sitz in Münster habe in den vergangenen Jahren schon viel verbessert, stehe aber auch in einem knallharten Wettbewerb und beschäftige in der Region immerhin rund 5.000 Mitarbeiter. Auch deren berufliche und wirtschaftliche Existenz stehe auf dem Spiel.

„Letztlich entscheiden wir alle als Verbraucher wie die zukünftige Entwicklung ist“, sagte Wendland. Je schneller sich mehr und mehr Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung danach richteten, wo und unter welchen Bedingungen Fleisch produziert wird, desto schneller änderten sich auch die Strukturen in der Industrie. Vielleicht sei die Corona-Krise ein guter Anlass zum Umdenken. „Wer im Hofladen und beim örtlichen Metzger einkauft, statt möglichst billig, unterstützt die regionale Landwirtschaft in schwieriger Zeit, kauft bewusst ein und fördert transparente Strukturen vor Ort“, sagte die CDU-Politikerin. Großunternehmen müssten sich dann zwangsläufig auf das geänderte Nachfrageverhalten einstellen.

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