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22.05.2020, 14:00 Uhr
CDU informiert sich über Drohnensystem zur Wildtiersuche

Rund 100.000 Rehkitze fallen deutschlandweit jährlich dem Mähtod zum Opfer. Hilfe verspricht eine neue Technik. Mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera werden die Flächen in den kalten frühen Morgenstunden, wenn die Kitze noch deutlich wärmer als das sie umgebende Gras sind, abgeflogen.

Ein Blick in die Wärmebildkamera: Hugo Hölken und Tobias Jainta verfolgen die Suche

Die jungen Kitze werden von der Mutter in den Wiesen abgelegt und erkennen die Gefahr der Maschinen  nicht. Ihr Schutzinstinkt lässt sie sich weiter auf den Boden drücken, sodass Sie auch durch die Suche von Menschenketten, die die Felder abgehen nur sehr schwer gefunden werden können.

Hilfe verspricht eine neue Technik. Mithilfe einer Drohne mit Wärmebildkamera werden die Flächen in den kalten frühen Morgenstunden, wenn die Kitze noch deutlich wärmer als das sie umgebende Gras sind, abgeflogen.
So auch am Montagmorgen um 5 Uhr in Häger. Dort trafen sich der Agraraussschutzvorsitzende Hugo Hölken und der stellv. CDU Kreisvorsitzende Tobias Jainta mit Marc Gerseker von der „Ehrenamtlichen Kitzrettung Tecklenburg“, um zwei große Flächen vor dem Mäheinsatz abzusuchen.
Vergrämung und Absuche stellen Landwirte immer wieder vor große Herausforderungen.

Das weiß auch Hugo Hölken „Toll, dass innovative Technik und moderne Landwirtschaft hier Abhilfe schaffen und zum Umweltschutz beitragen können!“.
Hölken bemerkt weiterhin, dass es immer mehr extensivierte Grünlandflächen wie z.B Uferandstreifen, Vertragsnaturschutz und Streuobstwiesen gibt, die das Wild magisch anziehen. Durch die spätere Mahd im Mai und Juni  solcher Flächen sind die Tiere hochgradig gefährdet und um sie zu schützen, wird modernste Technik benötigt.

An diesem Montagmorgen wurde auf den Flächen nur ein Hase gefunden, der schon bei der Annäherung von Hölken und Jainta sofort die Flucht ergriff. Mit dem mitgebrachten Korb hätte man die Fundstelle des Kitzes markieren und so vor dem Mähdrescher schützen können, der diese Stelle dann als kleine Insel stehen lässt. 

Die überprüften Flächen konnten so am Montagmorgen direkt und ohne Bedenken zum Mähen freigegeben werden. „Die Kitzsuche mit Drohnen ist eine sehr gute und schnelle Möglichkeit viele Rehkitze zu retten.“ freut sich Tobias Jainta. Da es im Umfeld von Münster viel Pferdehaltung gibt, stehen noch viele weitere Flächen in den nächsten Wochen zum Mähen an. Daher setzt sich die CDU für ein eigenes Kitzrettungs-Projekt in Münster ein. „Wir werden die nächsten Wochen schauen in welcher Konstellation das in Münster umgesetzt werden kann,“ so Jainta abschließend. Interessenten und Gruppen können sich gerne auch aktiv bei der CDU Münster melden (post@cdu-muenster.de).

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