Sparkasse will weiterhin an einer stationären Präsenz festhalten

Standortkonzept konsolidiert

21.12.2022, 18:55 Uhr | Münster

Dienstleistungen der Post, aber auch der Sparkassen und Volksbanken gehören traditionell zu einer attraktiven Nah- und Grundversorgung eines Stadtteils. Darum freut es die CDU Mecklenbeck, dass die Post im September in der Lotto-Annahmstelle am Dingbängerweg 70 eine neue Heimat gefunden hat (Keine Selbstverständlichkeit!) und sich die Sparkasse dazu bekennt, trotz Digitalisierung vor Ort vertreten zu bleiben, solange sich dies wirtschaftlich vertreten lässt.

Auszugsweise Wiedergabe eines Vorstandsbriefes vom 21.11.2022 an die Bezirksvertretung:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Juni 2022 hat unter Vermittlung durch den Oberbürgermeister Lewe ein Treffen mit den Bezirksbürgermeistern in der Sparkassenzentrale stattgefunden, weil es uns wichtig war, mit den Spitzen der Stadtbezirke in einen direkten Dialog zu treten.

Auf Bitten der Stadt Münster fassen wir das Ergebnis unseres Austausches mit den Bezirksbürgermeistern gerne abschließend noch einmal schriftlich für Sie als Mitglieder der Bezirksvertretung zusammen.

Zunächst möchten wir die Ausgangslage beschreiben, deren Auswirkungen nicht nur die Sparkasse vor Ort, sondern die gesamte Finanzbranche in ähnlichen Ausprägungen seit geraumer Zeit spüren. Bedingt durch den gesellschaftlichen und technischen Wandel haben sich das Verhalten und die Anforderungen unserer Kundinnen und Kunden an das Leistungsangebot der Sparkasse in den vergangenen Jahren stark verändert.

Dieser Wandel betrifft u.a. die Nutzung des stationären Serviceangebots der Sparkasse, dessen Nutzung in den vergangenen Jahren stark rückläufig war. Vielmehr nutzt eine Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden verstärkt alternative Zugangswege zur Sparkasse, wie sie mit dem KundenServiceCenter oder dem OnlineBanking bereits seit vielen Jahren bestehen.

Entlang dieser Verschiebung der Nachfrage im Service hat die Sparkasse ihr Standortnetz konsolidiert und zugleich das Leistungsangebot in den alternativen Zugangswegen kontinuierlich weiter ausgebaut. Unabhängig von der beschriebenen Konsolidierung verfügt die Sparkasse als regional verankertes Institut aber immer noch über das dichteste Standortnetz aller Kreditinstitute in Münster und im östlichen Münsterland.

Die Sparkasse wird auch weiterhin an einer stationären Präsenz festhalten, kann dies jedoch nur unter Berücksichtigung der Kundennachfrage und nicht zuletzt auch betriebswirtschaftlicher Belange tun. Unabhängig von unserem Serviceangebot vor Ort, sind wir mit unserem Beratungsangebot je nach Wunsch und Präferenz des Kunden entweder in der Präsenz beim Kunden, in der Filiale vor Ort oder digital per Video oder per Chat / E-Mailverkehr.

Hinsichtlich der Anregung der Wiederinstallation eines Briefkastens am Standort Waldeyer Str. haben wir in unserem Austausch verdeutlicht, dass sich die Anzahl der uns postalisch erreichenden Vorgänge und Aufträge in den vergangenen Jahren soweit reduziert hat, dass ein Betrieb von Briefkästen an den SB-Standorten – mit notwendigen täglichen Leerungen (terminlich gebundene Zahlungsverkehrsaufträge) einen unverhältnismäßig hohen Aufwand mit sich bringt, der wirtschaftlich nicht mehr vertretbar ist.

Wir hoffen, Ihnen mit unseren Ausführungen die Sichtweise der Sparkasse und die Implikationen auf unsere Standortstruktur transparent gemacht zu haben. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Klein + Simone Goert