CDU-Kreisverband Münster e.V.
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MIT Münster: Zu hohe Baustandards treiben Kosten in die Höhe

Überzogene Baustandards treiben nach Ansicht von Dirk Salewski die Baukosten für Wohnungen unnötig in die Höhe. Salewski ist Präsident des Bundesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW), dessen 1.600 Mitgliedsunternehmen für die Hälfte der jährlich in Deutschland errichteten Neubauwohnungen stehen und war auf Einladung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU in Münster. 
„Damit man den Nachbarn nicht mehr hört, sind die Stahlbetondecken heute doppelt so dick wie früher“, sagte Salewski. Lärmschutz und Dämmungen gingen mittlerweile an der Realität vorbei. „Niemand versteht doch, warum es unterschiedliche Lärmschutzmaßnahmen für Gewerbe- und Verkehrslärm gibt, wenn beides gleich laut ist“, so der Immobilienunternehmer. Die Gebäudedämmungen entsprächen auch zunehmend gar nicht mehr den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner neuer Wohnungen. „Wenn die Gebäude so dicht sind, dass selbst im Winter tagsüber die Fenster auf Kipp stehen, hat man es übertrieben“, so Salewski. Leidtragende seien am Ende die Mieter, die höhere Mieten zahlen müssten.

Der stellvertretende MIT-Vorsitzende Jan Leiße, der die Veranstaltung organisiert hatte, wies auf den Wohnungsmangel und die hohen Mieten in Münster hin. „Anstatt wenige nahezu perfekte und deshalb hochpreisige Wohnungen zu bauen, müssen überflüssige Bauvorschriften radikal gestrichen werden, um wieder mehr einfache und somit preisgünstige Wohnungen bauen zu können. Anderenfalls sind die Leute gezwungen aus Münsterwegzuziehen und zu pendeln. Das CO2 , was wir dann im Baubereich in Münster eingespart haben, geht dann unterwegs auf den Straßen in die Atmosphäre“, so Leiße.