CDU-Kreisverband Münster e.V.
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Lebhafter Austausch über Mecklenbecker Stadtteilgeschichte

Sowohl Neuzugezogene als auch Alt-Mecklenbecker trotzten dem Regenwetter und ließen sich auf Einladung der CDU Mecklenbeck an der neuen Mecklenbecker Mahn- und Erinnerungs-Stele von Dr. Philipp Erdmann, dem stellvertretenden Leiter des Stadtarchivs, und seinem Kollegen Ansgar Schmid über die Geschichte des „Arbeitslagers Mecklenbeck“ berichten. Die nationalsozialistische „Deutsche Arbeitsfront“ brachte zwischen 1939 und 1945 an der Weseler Straße in 15 Holzbaracken cirka 800, unter falschen Versprechungen angeworbene oder verschleppte Polen, Niederländer, Franzosen und später auch Männer, Frauen und Kinder aus der Sowjetunion unter, die in Münsteraner Betrieben arbeiten oder Bombentrümmer in der Stadt beseitigen mussten. Die hygienischen und medizinischen Bedingungen waren sehr schlecht.

Der Mecklenbecker CDU-Vorsitzende Andreas Malleprée zitierte aus Reden, die Friedensschüler, die sich intensiv mit der örtlichen Geschichte auseinandergesetzt hatten, im Rahmen der Einweihung der Stele gehalten hatten und deren Arbeiten zum Ende des Jahres auch an der Stele über einen QR-Code abrufbar sein sollen. Auch Dr. Philipp Erdmann griff aus der Sicht des Historikers den Appell der Schüler auf, das Geschehene nicht zu vergessen und nicht noch einmal geschehen zu lassen. 

Das Lager wurde nach seiner Befreiung im Jahre 1945 zum Auffanglager für aus den ehemals deutschen Gebieten Vertriebene, Flüchtlinge und im Krieg obdachlos gewordene Menschen. Es entwickelte sich unter den Teilnehmenden der Informationsveranstaltung eine lebhafte Diskussion, als sich herausstellte, dass sich unter den Teilnehmenden auch zwei ehemalige Flüchtlinge befanden, die aus erster Hand berichten konnten, wie sie nach dem Krieg zunächst im Lager unterkamen und lebten, bis sie mit ihren Familien eine bessere Wohnung in Mecklenbeck fanden, „Das gemeinsame Fußballspielen verband uns Kinder aus ansonsten sehr unterschiedlich geprägten Familien im Lager.“